Projekt-Basiertes Lernen: Unsere Helden der Corona-Krise

In Zeiten von Corona ist doch so manches anders. Eine Krise eben. Dabei sagt es Max Frisch so schön: „Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Diesen produktiven Zustand haben wir genutzt, indem wir in den letzten Wochen vor den Sommerferien – mit dem für alle SchülerInnen und LehrerInnen neuen, rollierenden Systems mit der Kombination aus Präsenzunterricht und Homeschooling – für das projektbasierte Lernen verwendet haben.

Beim projektbasierten Lernen wird der Unterricht aus verschiedenen Fächern um eine Leitfrage herum zentriert. Unsere Leitfrage war: Wer sind unsere Helden in der Corona-Krise und wie können wir sie unterstützen?

Um diese Frage zu beantworten, lernten die Schülerinnen und Schüler mehr über Helden (Englischunterricht), die Darstellungen von Helden (Kunstunterricht), wie man Briefe und Interviews schreibt (Deutschunterricht) und wer für sie selbst ein Held ist (Soziales Lernen). Schließlich führten alle Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Helden ein Interview.

An dieser Stelle möchte ich gar nicht zu viel verraten, sondern einen Schüler der 6c mit seiner Reportage über seine Helden der Corona-Krise selbst zu Wort kommen lassen. Viel Spaß beim Lesen!

Christine Gierlich, Tutorin der 6c

Die Polizei, unser Freund und Helfer – Meine Helden der Corona-Krise

Ich habe den Polizisten und Pressesprecher Lothar Willems interviewt und viele spannende Infos und Antworten zu meinen Fragen bekommen. Aber warum mache ich dieses Projekt? Mir geht es darum, dass die Menschen erfahren, das hinter allem ein Gesicht steckt, sei es ein Arzt, oder ein Polizist. Hinter jedem Beruf steckt ein Mensch mit seinen eigenen Erfahrungen.

Wie ich das Interview bekam war einfach. Ich ging zur Kreispolizeibehörde Euskirchen. Dort traf ich einen Empfänger. Ich sagte zu ihm „Ich wollte fragen, ob ich mit einem Polizisten ein Interview führen könnte, wegen meines Schulprojekts „Helden in der Corona-Krise.“ Er sagte zu mir: „Ich schicke jemanden zu dir.“ Es war Lothar Willems, der Pressesprecher und Polizist der Kreispolizeibehörde Euskirchen. Er war nett mit viel Humor und wir vereinbarten ein Interview am 8.6.2020.

Ich wartete am Empfang bis mich dort abholte. Er nahm mich in sein Büro und ich setzte mich hin. Daraufhin holte ich meine Sachen raus. Dann führten wir das Interview. Ich hatte 10 Interviewfragen, die ich Lothar Willems stellte.

Meine erste Frage hieß: „Wie sind sie Polizist geworden?“ Er antwortete, dass er sich beworben hätte, weil man vorher kein Abitur brauchte. Er erzählte mir, dass er 4 Kinder hat und seinen Job mag. Er mag es mit Menschen umzugehen und anderen Menschen zu helfen.

Ich fragte ihn, wie er die momentane Lage in Euskirchen beschreibt. Er meinte, dass die Menschen lange gebraucht haben, um zu verstehen, warum diese Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz sind, die Menschen in Euskirchen hätten sich erst spät an die Corona-Schutzverordnung gehalten. 99 Strafdelikte gegen die Corona-Schutzverordnung sind daraufhin passiert. Die Verbrechensrate ist gleichgeblieben, außer dass die häusliche Gewalt, die leicht gestiegen ist.

Ich fragte Herrn Willems, ob er mal zur Waffe greifen musste. Damit ist gemeint, ob er sie einsetzten musste. Er musste tragischerweise einen Menschen erschießen, erzählte mir Herr Willems. Ich fragte ihn außerdem, was er zu Korruptionsvorwürfen sagt. Er sagte, dass es einen Korruptions-Beauftragten gibt. Es gab einen Fall, das zwei Polizisten für Geld vertrauliche Informationen herausgegeben haben. Schließlich wurden sie suspendiert.

Schließlich fragte ich ihn, was sein verrücktester Einsatz war. Er erzählte, dass es verrückte Einsätze reichlich gibt, meistens jedoch nachts.


Das waren auch schon meine Fragen. Man muss bedenken, dass ohne die Polizei in Deutschland und auch International nichts läuft. Sei es ein Unfall, die Polizei kommt hilft sofort. Ampel kaputt? Die Polizei kommt und regelt es. Bei jemanden wurde eingebrochen? Die Polizei kommt erneut und hilft.

Das müssen wir beachten: Jeder Mensch kann was in unser Lage tun. Zusammen sind wir stark. In dieser Lage natürlich ist es auf gut Deutsch gesagt „Scheiße“, aber wenn wir alle zusammenhalten, schaffen wir das. Und diese Reportage zeigt euch, dass wir alle etwas verändern können.

Endrit Bajramaj, 6c